11.0+55 Konfiguration des Prozeduraufruf-Definition-Knotens
Wie in Aufnahme von Prozeduraufrufen oder nachträgliche Konvertierung beschrieben, bietet QF-Test die Möglichkeit, frisch aufgenommene Knotenabfolgen oder in Testsuiten vorhanden Knotenabfolgen automatisch in Aufrufe bereits vorhandener Prozeduren umzuwandeln. Somit können direkt bei der Aufnahme - oder auch im Nachhinein - sprechende Prozedurnamen als Schlüsselwörter genutzt werden und so die Lesbarkeit und generell durch die Verwendung von Prozeduren die Wartbarkeit der aufgezeichneten Tests verbessert werden.
Die Umwandlung von Einzelknoten in Prozeduraufrufe, lässt sich über Prozeduraufruf-Definition-Knoten konfigurieren. Die Definition spezifiziert zum einen, welche Knoten in einen bestimmten Prozeduraufruf umgewandelt werden und zum anderen, welche Werte neben dem Namen der zu rufenden Prozedur zu setzen sind. Dies betrifft Variablendefinitionen, Variable für Rückgabewert und die Bemerkung.
Um einen Prozeduraufruf-Definition-Knoten richtig konfigurieren zu können, ist es hilfreich zunächst die Gegebenheiten seitens der Prozeduren zu betrachten.
Eine Prozeduraufruf-Definition soll beschreiben, welche Abfolge von Knoten einer bestimmten Prozedur entspricht und daher durch einen Aufruf auf selbige ersetzt werden soll. Dabei sollen möglichst alle Knoten, die durch die Prozedur abgedeckt werden, ersetzt werden, aber auch nicht zu viele. Es gilt also, die Knoten, die in der Prozedur ausgeführt werden, zu beschreiben ebenso wie bestimmte Ablaufstrukturen wie If, Try und Schleife. Detailiierte Informationen hierzu finden Sie in Abbildung von Prozedurstrukturen.
In Kriterien zur Identifizierung von Knoten erfahren Sie, in welchen YAML-Rubriken die jeweiligen Knoteninformationen hinterlegt werden können. Der Abschnitt YAML-Syntax des Prozeduraufruf-Definition-Knotens erläutert die YAML-Syntax im Detail.
Eine sehr hilfreiche Funktion ist die automatische Generierung von Prozeduraufruf-Definitionen
für bestehende Prozeduren.
Selektieren Sie hierzu ein oder mehrere Prozeduren oder Packages, öffnen per
Rechtsklick das Popup-Menü und wählen den Eintrag
»Weitere Knotenoperationen«-»Prozeduraufruf-Definition erzeugen«.
Die automatische Generierung ist für die Aufnahme von Prozeduraufrufen ausgelegt.
Der Algorithmus orientiert sich an den typischen Fällen. Individuelle Anpassungen
können über Doctags zum Steuern der automatischen Definitionserstellung erfolgen, so dass bei erneuter
Generierung keine manuelle Nacharbeit notwendig ist. Alternativ können die
Anpassungen direkt im YAML-Code gemacht werden. In diesem Fall empfiehlt es sich,
die Prozedur oder die Prozeduraufruf-Definition mit dem Doctag @prec/noUpdate
zu versehen. Dadurch wird die Prozedur bei einer erneuten Generierung übergangen.
Der Abschnitt Spezialfall: nur Kommentar ergänzen, keine Umwandlung zeigt, wie der Kommentar eine Knotens ergänzt werden kann, auch wenn der Knoten nicht in einen Prozeduraufruf umgewandelt werden soll.
Am Ende des Kapitel erfahren Sie in Einträge im Aufnahmeprotokoll, welche Informationen bei der Umwandlung von Knoten in das Das Aufnahmeprotokoll geschrieben werden.