11.0+28 Aufnahme von Prozeduraufrufen oder nachträgliche Konvertierung

Mit der Funktion "Aufnahme von Prozeduraufrufen" beziehungsweise "Knoten als Prozeduraufrufe erneut aufnehmen" werden Knotenabfolgen automatisch durch Aufrufe bereits vorhandener Prozeduren ersetzt. Die Knotenabfolgen können sowohl frisch aufgenommene Aktionen als auch bereits in Testsuiten oder Aufnahmeprotokollen abgespeicherte Knoten sein.

Die Umwandlung von Einzelaktionen zu Prozeduraufrufen hat große Vorteile:

Eine Beispiel-Testsuite, bei der Sie diese Funktion in Aktion erleben, finden Sie in qftest-11.0.0/demo/procedureCallRecording/procCallRecordingDefinitions_de.qft im Installationsverzeichnis von QF-Test.

Um diese Funktion für Ihre Prozeduren nutzen zu können, benötigt QF-Test die entsprechenden Prozeduraufruf-Definitionen. Diese können Sie automatisiert erstellen lassen. Selektieren Sie hierzu ein oder mehrere Prozeduren oder Packages, öffnen per Rechtsklick das Popup-Menü und wählen den Eintrag »Weitere Knotenoperationen«-»Prozeduraufruf-Definition erzeugen«. Bestehende Prozeduraufruf-Definition-Knoten können Sie manuell anpassen. Hierzu finden Sie als Unterstützung links neben den Zeilen des YAML-Codes den Editier-Button Editier-Button. Weitere Informationen finden Sie unter Konfiguration des Prozeduraufruf-Definition-Knotens.

Wenn QF-Test frisch aufgenommene Aktionen in Prozeduraufrufe zusammenfassen soll, aktivieren Sie vor der Aufnahme den Menüeintrag »Aufnahme«-»Aufnahme von Prozeduraufrufen« Wenn bereits vorhandene Knoten in Prozeduraufrufe umgewandelt werden sollen, selektieren Sie die entsprechenden Knoten und wählen in Testsuiten den Menüeintrag »Operationen«-»Knoten als Prozeduraufrufe erneut aufnehmen«, in Aufnahmeprotokollen den Menüeintrag »Bearbeiten«-»Knoten als Prozeduraufrufe erneut aufnehmen«. Bearbeitet werden der oder die ausgewählten Knoten mit ihren Kindknoten.

Die Umwandlung der Knoten erfolgt gemäß der Angaben in den Prozeduraufruf-Definition-Knoten, Bei der Umwandlung wird mit dem ersten der umzuwandelnden Knoten angefangen und für ihn und gegebenenfalls folgende Knoten eine passende Definition gesucht. Sobald eine Definition gefunden wurde, wird für die zutreffenden Knoten ein Prozeduraufruf erstellt. Werte aus den Knoten werden entsprechend der Angaben aus der Definition als Parameter in den Prozeduraufruf übertragen. Anschließend wird der Vorgang ab dem ersten Knoten, der nicht zum Prozeduraufruf gehörte, wiederholt. Falls keine Definition passt, bleibt der aktuelle Knoten unverändert und es wird mit dem nächsten Knoten fortgefahren.

Die Definitionsknoten können entweder in der Testsuite, in der die Aufnahme erstellt werden soll, oder in darin inkludierten Testsuiten liegen. Die Definitionsknoten werden in der Reihenfolge ihrer Priorität und innerhalb einer Prioritätsstufe in der Reihenfolge wie sie eingelesen wurden, abgearbeitet.

Im Aufnahmeprotokoll wird für jede geprüfte Prozeduraufruf-Definition ein Protokollknoten eingefügt, um die Fehlersuche bei unerwartetem Verhalten zu erleichtern. Definitionen, die nicht zutreffen, werden darin deaktiviert dargestellt.

Im Kapitel Konfiguration des Prozeduraufruf-Definition-Knotens finden Sie alle technischen Details, Infos zu den vorhandenen Strukturen für die Beschreibung von Prozeduren in Form einer Prozeduraufruf-Definition und die Automatische Erzeugung von Prozeduraufruf-Definitionen sowie eine Beschreibung der YAML-Syntax, in der die Definition letztlich abgefasst wird.